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Das Bild ist
nicht nur die Abbildung von etwas, sondern das Ereignis selbst.
Das Ereignis, das sich vom Profanen abhebt, ist die Verdichtung
der Zeit.
Die Trennung
zwischen dem produzierenden Künstler und dem konsumierenden
Publikum wird im gemeinsam erlebten Ereignis aufgehoben, wenn es
dem Künstler gelingt, seine Visionen in der Performance mit
dem Publikum unmittelbar zum Ausdruck zu bringen. Das Publikum löst
sich auf in einem lebendigen Bild bestehend aus Raum und
Zeit. Das Wesen eines Kunstwerkes wird mit Menschen direkt erlebt.
Der Konflikt
mit Institutionen und Konventionen, das politische Ereignis steht
dabei sehr stark im Vordergrund. Der menschliche Ausdruck der Performance-Kunst
tritt mit seiner bildlichen Sprache als Möglichkeit einer Entschärfung
der politischen Sprache, die oft ihren Ausdruck in Gewalttätigkeiten
findet, ein. Der Künstler bedient sich der Bildsprache eines
kollektiven Ausdrucks um so neue Rahmen für große Auseinandersetzungen
zu finden. Handls Performances bilden das Äquivalent zur Verweigerung
der Malerei. Die Bevorzugung des nicht Gegenständlichen ist
in eine künstlerische Konstruktion der Wirklichkeit eingeflossen.
Politisch gesehen hat derjenige eine starke Macht, den man nicht
mehr verletzen kann, indem man ihm etwas nimmt.
Inspiriert durch
Marcel Duchamp und die Fragestellung: "Was ist ein Bild"
integriert Ernst Handl Performance und Theater in seine Kunstwerke,
um Bildwirklichkeiten in neuer Stofflichkeit darzustellen. Durch
die Reduzierung traditioneller künstlerischer Mittel vergrößert
Handl die bildliche Ausdruckkraft der Performance in konzentrischen
Kreisen. Dies bewirkt eine schrittweise Erweiterung menschlichen
Potentials - qualitativ wie quantitativ.
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